Umwelttechnologie

Projekt RaCiA – mehr als nur heiße Luft

Foto: Forschung Burgenland

In Wärmekraftwerken und industriellen Produktionsprozessen gehen große Energiemengen in Form von Abwärme aus Abgas oder Abluft verloren. Dieses enorme Energiepotential, das zurzeit oft nicht genutzt wird, könnte ebenso zur Erzeugung von elektrischem Strom dienen.

Das Projekt „RaCiA – Rankine Cycle für industrielle Abwärmen“ der Forschung Burgenland beschäftigte sich unter der Leitung von Jürgen Krail mit genau dieser Frage, nämlich wie kann Abwärme zur Stromerzeugung möglichst effizient genutzt werden? Nach eineinhalb Jahren Forschung ist das Projekt nun abgeschlossen, viele Berechnungen, Simulationen, technische und ökologische Bewertungen später ist bewiesen: Abwärme kann mit dem neu entwickelten Verfahren deutlich effizienter in Strom umgewandelt werden als mit bisher üblichen Verfahren. Dieser Strom kann für den eigenen Verbrauch genutzt oder auch in das Stromnetz eingespeist werden.

„Das ist eine große Chance“, so Jürgen Krail und fügt hinzu: „Was in Asien z.B. in der Zementindustrie schon weit verbreitet ist, steckt bei uns in Europa aber teilweise noch in den Kinderschuhen. Die Technologien sind zwar bekannt, werden in industriellen Anwendungen jedoch noch selten eingesetzt. Wir haben unser Verfahren mit diesen Technologien, zum Beispiel dem ORC-Prozess, verglichen und konnten bei den durchgeführten prozesstechnischen Simulationen eine um 29% höhere Effizienz nachweisen.“

„Der neu entwickelte Kreisprozess basiert auf Wasserdampf, verwendet allerdings eine Reihe neuartiger Komponenten, wie zum Beispiel ein neuartiges Turbinenkonzept. Das macht diese Effizienzsteigerung erst möglich.“ so Georg Beckmann - Projektpartner und Patentinhaber des neuen Prozesses.

Die Ergebnisse des Projekts wurden Anfang Juni bei der 24. Europäischen Biomasse Konferenz in Amsterdam präsentiert. Auch in der Hoffnung Projektpartner zu finden, denn in einem nächsten Schritt sollen nun die theoretischen Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt werden.


Grafik: Verlag Holzhausen GmbH

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