Abfall & Recycling

Mit viel Fantasie gegen den Müll

ARA
Die AbfallberaterInnen des Jahres 2017 mit ARA-Vorstand Werner Knausz, Ingrid Winter, Leiterin des Referates Abfallwirtschaft und Nachhaltigkeit im Amt der steiermärkischen Landesregierung, Christine Hochholdinger, Leiterin der Abteilung Abfallvermeidung, -verwertung und -beurteilung im BM für Nachhaltigkeit und Tourismus und Bürgermeister Manfred Reisenhofer, Obmann des AWV Feldbach und „Umweltschutz“-Chefredakteur Christian August.
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ARA und das Magazin „Umweltschutz“ hatten zum 21. Mal zum Preis „Beste/r Abfallberater/in“ des Jahres eingeladen.

Die besten Projekte aus ganz Österreich wurden am 24. Mai auf der Burg Riegersburg präsentiert und ausgezeichnet. Großes Engagement, hoher persönlicher Einsatz und eine riesige Portion Kreativität – das haben alle Projekte gemeinsam, wie die Festredner betonten: Ingrid Winter, Leiterin des Referates Abfallwirtschaft und Nachhaltigkeit im Amt der steiermärkischen Landesregierung, Christine Hochholdinger, Leiterin der Abteilung Abfallvermeidung, -verwertung und -beurteilung im BM für Nachhaltigkeit und Tourismus und Bürgermeister Manfred Reisenhofer, Obmann des AWV Feldbach würdigten den herausragenden Einsatz aller AbfallberaterInnen und die vielseitigen Projekte.
ARA-Vorstand Werner Knausz überreichte gemeinsam mit Christian August vom Magazin „Umweltschutz“ die Auszeichnungen und gratulierte herzlich: „Die Trennmoral in Österreich ist im europäischen Vergleich ungebrochen hoch. Das verdanken wir nicht zuletzt der wertvollen Informations- und Aufklärungsarbeit aller AbfallberaterInnen und der Vielzahl an kreativen Projekten mit hoher Bürgerbeteiligung im ganzen Land.“


Preise in der Kategorie Abfallvermeidung. Der erste Platz in der Kategorie „Abfallvermeidung“ ging nach Oberösterreich: Mit der Kampagne „Is nu guat“ haben sich die oberösterreichischen Umweltprofis das Ziel gesetzt, die Verschwendung von Lebensmitteln zu verringern und vor allem die Bedeutung des Mindesthaltbarkeitsdatums zu thematisieren. Die Zielgruppe wird dabei vorrangig über Social Media Kanäle bzw. über einen Kinospot angesprochen – in Kooperation mit dem Land Oberösterreich konnte man die Community laufend ausbauen und auch medial entsprechende Aufmerksamkeit erzeugen.
Der zweite Platz ging an „Brillen Reuse grenzenlos“, ein Tiroler Projekt, das mit der Sammlung von mehr als 10.000 Brillen pro Jahr den „Re-Use-Gedanken“ aufgreift und Menschen mit Sehschwäche in Burkina Faso unterstützt.
Ebenfalls auf dem Stockerl: „Zuckersüß“ vom AWV Weiz. Die Aktion mit dem Ziel, unnötigen Abfall durch den Umstieg von Zuckereinmalverpackungen auf Zuckerstreuer zu vermeiden, startete 2013 und konnte seither viele Gastronomiebetriebe und Gemeindeämter im Bezirk Weiz zum Mitmachen bewegen. Pro Jahr können so 365.000 Zuckerpackerl eingespart werden.


Kategorie „Getrennte Sammlung und Verwertung von Verpackungen“. Mülli gewinnt! Das Abfallservice der Stadt Salzburg sicherte sich den ersten Platz mit „Jetzt ist Mülli da! Müll trennen und profitieren“: Trenn-Maskottchen „Mülli“ lädt auf spielerische Art und Weise dazu ein, das eigene Trennverhalten zu hinterfragen und gegebenenfalls zu optimieren. Denn: Wer besser trennt, gewinnt. Ein Müll-Checker hilft dabei und zeigt auf, wo man noch besser werden kann.
Den zweiten Platz sicherte sich der Abfallverband Hollabrunn mit einem „Blog Abfallberatung 2.0“. Auf Social-Media-Kanälen möchte die Abfallberaterin durch Bilder, Kurzfilme und Texte über getrennte Sammlung informieren und Impulse für den Alltag geben: z.B. Trennen in der Küche, kombiniert mit Ideen für die „Restlverwertung“ in Form von Rezepten.
„Der große Wissenscheck“ der Wiener MA48 sicherte sich den 3. Platz in der Kategorie: Hier werden gezielt SchülerInnen angesprochen, die von Vertretern der MA 48 direkt in ihrer Klasse über abfallwirtschaftliche Themen informiert werden – spielerisch und humorvoll, z.B. durch das Quiz „Plickers“. Der Wissenscheck ist Teil eines umfangreichen Schul- und Workshopprogramms der MA 48.


Sonderpreis für Erfolgsprojekt „Müllmonster“.
Das „Müllmonster“, ein Anti-Littering-Projekt des AWV Feldbach, wurde mit dem Sonderpreis „Reinwerfen statt Wegwerfen“ prämiert. Mit dem Ziel, mehr Bewusstsein im eigenen Wirkungsbereich zu schaffen, wurden Schüler und Eltern der NMS Kirchbach angesprochen: Die „Müllmonster“, selbst gebastelte Abfallsammelbehälter im Ortszentrum und am Schulweg, waren Teil einer Projektwoche rund um den steirischen Frühjahrsputz und werden bis heute gut genutzt. Die SchülerInnen übernehmen sogar die Entleerung der Behälter und helfen aktiv mit, das achtlose Wegwerfen von Abfällen im öffentlichen Raum zu verringern.
Preis für persönliches Langzeitengagement. Eine ganz besondere Anerkennung, der Preis für persönliches Langzeitengagement, wurde ebenfalls verliehen: Daniela Jordan, vom GVA Mödling, erhielt die Auszeichnung für ihr langjähriges Engagement als Abfallberaterin. Bereits seit 1996 als Abfallberaterin im Einsatz, setzt sie ihre kreativen Ideen seit vielen Jahren zielstrebig um und engagiert sich in Niederösterreich in Arbeitskreisen der AbfallberaterInnen. Vor allem überregionale Kooperationen und die Arbeit mit allen Altersstufen sind ihr ein Anliegen.


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