Mobilität

Ideen für die neue Mobilität – aus Österreich

bmvit/Johannes Zinner
Großer Empfang für die Preisträger des Staatspreises Mobilität.
bmvit/Johannes Zinner

Bereits zum neunten Mal wurde heuer der Staatspreis Mobilität als höchste Auszeichnung des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie an österreichische Unternehmen und Institutionen verliehen.

Unter dem Motto „Wirtschaftsmotor Innovation“ ist der verliehene Preis eine Leistungsschau des Innovationsstandorts Österreich. Die Jury bestand aus elf internationalen Expertinnen und Experten. Sie wählten aus den 78 eingereichten Projekten die besten in der jeweiligen Kategorie aus.
„Mein Ziel ist es, den Verkehr umweltfreundlicher, bequemer und sicherer zu machen. Innovative Konzepte und Ideen sind ein wesentlicher Motor dafür. Mit dem Staatspreis Mobilität rücken wir jene Projekte ins Rampenlicht, die dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Unsere heimischen Unternehmen haben mit ihrem Einfallsreichtum und ihrem Know-how weltweit die Nase vorn und schaffen gleichzeitig gut bezahlte Arbeitsplätze in Österreich“, sagt Verkehrsminister Jörg Leichtfried, der den siegreichen Projekten die Trophäen im Rahmen eines Festakts im Museum für angewandte Kunst (MAK) überreichte.
Das sind die Preisträger. Den Staatspreis Mobilität 2017 in der „Kategorie Forschen. Entwickeln. Neue Wege weisen.“ erhielt das Projekt H2-Mobility der Technischen Universität Graz. H2-Mobility ist das Ergebnis einer Reihe von wissenschaftlichen Forschungsprojekten.


In der Rubrik „Wertschöpfung steigern. Märkte erschließen.“ wurde der Kreisel Akku des Mühlviertler Unternehmens Kreisel Electric ausgezeichnet. Mit der Kreisel-Technologie werden Elektrofahrzeuge noch alltagstauglicher, da Reichweite und Lebensdauer der Batterien erhöht werden konnten. Dies geschieht durch die Temperierung der Batteriezellen mit einer zirkulierenden, nicht brennbaren, umweltfreundlichen Flüssigkeit unter Verwendung eines innovativen Laser- und Schweißverfahrens. Die Technologie bietet Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Elektromobilität vom Roller bis zum Flugzeug,  aber auch in der stationären Speicherung und bei Ladeinfrastrukturen.


Multimodaler City-Verkehr. Die Kategorie „Betreiben. Nutzen. Lernen.“ gewann das Projekt „tim täglich. intelligent. mobil.“, eingereicht von der Holding Graz. Die Web-Plattform tim der steirischen Landeshauptstadt verbindet den öffentlichen Verkehr mit Zu-Fuß-Gehen, Radfahren, E-Carsharing, Leihwagenangeboten, E-Taxidienstleistungen und öffentlichen Ladestationen. tim hat viele Standorte in Graz. Alle angebotenen Mobilitätsservices können über die sogenannte tim-Karte an allen Standorten in Anspruch genommen werden. tim ist auf andere Städte und Regionen übertragbar.
Zukunftspotenzial entfalten. Der erstmals ausgeschriebene Zukunftspreis in dieser Kategorie geht an die vom AIT Austrian Institute of Technology eingereichte Dissertation SI-Anode für Elektrokraftfahrzeuge (E-Kfz).Junior Scientist Arlavinda Rezqita befasst sich mit der Verwendung von Silizium als Anodenmaterial für Hochleistungsbatterien, wie sie besonders für E-Fahrzeuge benötigt werden.
Besonderes Zuckerl. Bei der diesjährigen Ausgabe des Staatspreises Mobilität gibt es für die Siegerinnen und Sieger neben dem Preis selbst noch einen Bonus: Sie bekommen die Gelegenheit, sich im April 2018 in Wien bei der Transport Research Arena (TRA), Europas größter Verkehrsforschungskonferenz, einem internationalen Publikum zu präsentieren.  l


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