Mobilität

Die „Zero Emission“-Mission

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Elektromobilität, Carsharing und App-gestützte Logistik sind eine Zukunftsschance.
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Mobilität ist ein Grundbedürfnis des Menschen und eine Basis für das soziale Zusammenleben. Daraus resultiert der Verkehr von Personen und Waren. Er ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, ein Feld für technologische Innovationen – und einer der Hauptverursacher der Klimakrise. Neue Formen der – vor allem individualisierten – Mobilität sind nötig.

2015 hatten sich in Paris 195 Länder auf einen globalen Aktionsplan geeinigt, um den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur ab 2020 auf deutlich unter zwei Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen. Für Österreich heruntergebrochen, bedeutet das in der nächsten Etappe bis 2030 eine Reduktion der Treibhausgasemissionen von minus 36 Prozent gegenüber 2005. Das geht nur mit Energiesparen, mehr Effizienz in allen Bereichen des Energieeinsatzes. Und vor allem mit dem Ende der fossilen Brennstoffe auf Österreichs Straßen.
Im Klimaschutzbericht 2018 fasst das Umweltbundesamt eine langfristige Beobachtung der Treibhausgas-Emissionen in Österreich bis 2016 zusammen. Im Jahr 2016 betrugen sie insgesamt 79,7 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent). Sie lagen damit um 1,0 Prozent bzw. 0,8 Mio. Tonnen über dem Niveau von 2015 und um 1,2 Prozent über dem Wert von 1990.
Hauptverantwortlich für den Anstieg gegenüber 2015 war insbesondere die erhöhte Fahrleistung bei Pkw und Lkw im Sektor Verkehr mit einem damit verbundenen Anstieg des Diesel-Absatzes. Weiterer Fakt: 2017 wurde ein gutes Drittel der verbrauchten Energie für den Verkehr aufgewendet – wenn man bedenkt, dass Österreich bei fossilen Brennstoffen mit 90 Prozent von Importen abhängig ist, umso bedenklicher.

Emissionen stark gestiegen. Am anderen Ende des Auspuffs bläst der motorisierte Verkehr in Österreich ein Drittel des Kohlendioxid-Ausstoßes in die Luft. Die Kohlendioxid-Emissionen des Straßenverkehrs sind seit 1990 um 30 Prozent gestiegen, so eine aktuelle Studie des Verkehrsclub Österreich (VCÖ).   Die Treibhausgas-Emissionen im Verkehrsbereich betragen heute 21,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente.
In den letzten elf Jahren haben demnach Kleinverbraucher ihre CO2-Emissionen um zwei Prozent, die Industrie sogar um neun Prozent verringert. Der motorisierte Verkehr hingegen hat ein Wachstum um ein Drittel zu verzeichnen. Luftverpester Nummer 1 sind nach wie vor die Pkw-Fahrer. Sie verursachen laut VCÖ-Studie 53 Prozent der verkehrsbedingten CO2-Emissionen. Ein weiteres Drittel wird von Lkw verursacht.

Chance E-Mobility. Lösungsstrategien gibt es – auch in der „mission2030“ und den dort enthaltenen Leuchttürmen der Bundesregierung in vielen Bereichen. Förderung des – lokalen wie überregionalen – öffentlichen Verkehrs, neue Systeme für die Frachtlogistik, eine Änderung der Lebensweise hin zu Sharing-Modellen und Vorrang für das Fahrrad. Bei den vorweg genannten Zahlen wird jedoch klar: Erreichen wird man die hoch angesetzten Klimaziele in dem Zusammenhang nur mit der raschen Dekarbonisierung des Straßenverkehrs.
Österreich braucht also die Mission „Zero Emission“. Anstrengungen aller Beteiligten, von den Fahrzeugherstellern bis zu den Energieversorgern – und die Motivation der Fahrzeugkäufer. Wie vielfältig sich das Thema darstellt, haben wir in den folgenden Seiten zusammengetragen.


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