Abfall & Recycling

ARA zeichnet Abfallberater/In des Jahres 2015 aus

Silvia Thor (Preis für persönliches Langzeitengagement) und ARA-Vorstand Werner Knausz im Vordergrund. Foto: © ARA

Die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) und das Magazin Umweltschutz verliehen heuer bereits zum 19. Mal Preise an besonders engagierte AbfallberaterInnen. Die Jury kürte die besten Projekte in den Kategorien Abfallvermeidung und Getrennte Sammlung und vergab einen Sonderpreis in der Kategorie „Reinwerfen statt Wegwerfen“. Zudem wurde eine Abfallberaterin für ihr persönliches Langzeitengagement ausgezeichnet. In diesem Jahr überzeugten Einreichungen aus Graz, Wien und Niederösterreich.

 

Die Preisverleihung fand im Haus der Musik in Wien statt. Erich Valentin (Vorsitzender im Gemeinderatsausschuss Umwelt und Wiener Stadtwerke), Sektionschef DI Christian Holzer (BMLFUW) und Obersenatsrat DI Josef Thon (Leiter der MA 48) würdigten die hervorragende Arbeit und die großartigen Projekte der AbfallberaterInnen. Gemeinsam mit Eberhard Fuchs vom Magazin Umweltschutz überreichte ARA Vorstand Ing. Werner Knausz die Auszeichnungen und gratulierte den GewinnerInnen zu ihren wertvollen Projekten. Mit dem AbfallberaterInnenpreis bedanken sich die ARA und das Magazin Umweltschutz bei jenen Umweltexperten, die der Bevölkerung tagtäglich mit ihrer Expertise und Kompetenz auf dem Gebiet der Vermeidung und Trennung von Abfall zur Seite stehen. „Es ist der langjährigen Arbeit, der Einsatzfreude und dem profunden Wissen der AbfallberaterInnen zu verdanken, dass die Trennmoral in Österreich diesen hohen Stellenwert hat“, so ARA Vorstand Ing. Werner Knausz.

Kategorie „Abfallvermeidung“: Umweltamt der Stadt Graz überzeugt mit Initiative zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen

„Zu gut für die Tonne“ – im Zuge dieser Initiative von DI Dr. Alexandra Loidl wurde die Grazer Bevölkerung über die Vermeidung und Einsparung von Lebensmittelabfällen informiert. Vom Schulworkshop über den online-Stadtplan bis hin zum Kurzfilmwettbewerb: Zum Einsatz kamen Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung sowie praktische Handlungsanleitungen. Es wurden Hilfestellungen für Einkauf, Lagerung, Mindesthaltbarkeit und Kühlung von Lebensmitteln präsentiert. Besonders begeisterte die Jury, dass das Projekt bis zum Ende durchdacht war und den BürgerInnen neben handfesten Infos auch die entsprechende Infrastruktur angeboten hat.

Platz zwei ging an das Projekt „APPetit-Schulstunde und APP zur Lebensmittelabfallvermeidung“ des Gemeindeverbands für Abfallwirtschaft und Abgabeneinhebung Baden, das von Manfred Kowatschek eingereicht wurde. Über den dritten Platz freute sich DI Ulrike Volk von der Wiener MA 48, die das Projekt „48er Tandler“ umgesetzt hat.

Kategorie „Getrennte Sammlung und Verwertung von Verpackungen“: MA48 entwickelt Quiz für digitale Individualisten

Die MA 48 Abfallberatung bietet Schulstunden und Workshops für alle Schulstufen an. Während in der Volksschule der vermittelte Stoff durch Spiele gefestigt wird, ist es in höheren Schulstufen nicht immer leicht, das Gehörte noch einmal zu wiederholen. Jugendliche können mit dem entwickelten Quiz direkt und unkompliziert am eigenen Handy Fragen beantworten und so spielend die Inhalte wiederholen. Denn Lernen soll Spaß machen. Das findet auch die Jury, die an DI Ingrid Pirgmayers Idee besonders gefallen hat, dass das Projekt kostengünstig umgesetzt und von anderen AbfallberaterInnen nachgemacht werden kann.

Günter Bösch von der Marktgemeinde Lustenau belegt mit seiner Einreichung „Optimierung der Abfalltrennung im öffentlichen Raum“ den zweiten Platz. Der dritte Platz ging ex aequo an Silvia Thor vom Gemeindeverband Gmünd für das Projekt „Uneingeschränkt Müll trennen – Müll trennen ohne Einschränkung“ sowie an Ing. Ursula Salomon und das Team der Oberösterreichischen Umweltprofis für die „Umwelt Profis App“.

Sonderpreis „Reinwerfen statt Wegwerfen“: GVU Melk steckt Zigarettenstummel in den TAschenbecher

Dieses Projekt von Johannes Kadla richtete sich an Raucher und hatte die Vermeidung von achtlos weggeworfenen Zigarettenstummeln zum Ziel. Beim Pilotversuch während des Beserlparkfestivals kam der vom Gewinner selbst designte, praktische und optisch ansprechende TAschenbecher erstmalig zum Einsatz. Die Nachfrage war größer als die vorbereitete Stückzahl und es wurden auffallend wenige Zigarettenstummeln am Boden entsorgt. Die Jury war beeindruckt von Kadlas Eigeninitiative. Er hat nicht nur die Etiketten selbst entworfen und die PET-Preforms damit beklebt, sondern seine Idee auch gleich dem Praxistest unterzogen.

Für sein Projekt „Aufmerksamkeit erregen – Littering vermeiden“ erhielt Gerhard Lusser vom Abfallwirtschaftsverband Osttirol den zweiten Platz. Platz drei ging an Günter Bösch von der Marktgemeinde Lustenau für „Bleib sauber mit Wort und Tat“.

Preis für persönliches Langzeitengagement geht nach Gmünd

Silvia Thor vom Gemeindeverband Gmünd wurde für ihre langjährige und engagierte Arbeit ausgezeichnet. Sie wurde gleich 18 Mal genannt – noch nie zuvor gab es so viele Nominierungen. Thor ist seit 1991 als Abfallberaterin tätig und begeistert nicht nur mit ihrer verständnisvollen Art, sondern immer wieder auch mit kreativen, guten Ideen. Die Preisträgerin engagiert sich in der Arbeitsgruppe Pädagogik und leitet die Arbeitsgruppe Littering. Mit Herz und Hausverstand setzt sie immer wieder Projekte für Randgruppen wie Flüchtlinge oder Menschen mit Behinderung um.


ARA und das Magazin „Umweltschutz“ hatten zum 21. Mal zum Preis „Beste/r Abfallberater/in“ des Jahres eingeladen.

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