Abfall & Recycling

ARA hält bei einem Marktanteil von 80 Prozent

Foto: ARA/Kurt Keinrath
ARA Vorstände Werner Knausz und Christoph Scharff
Foto: ARA/Kurt Keinrath

Die Marktöffnung der getrennten Verpackungssammlung im Haushaltsbereich hat ihre erste Bewährungsprobe erfolgreich bestanden: Das hohe Niveau der getrennten Sammlung und Verwertung von Verpackungen blieb konstant.

Die Wirtschaft nimmt ihre Produzentenverantwortung wahr, die Entpflichtungsmengen sind im Wettbewerb nicht gesunken und der Trittbrettfahreranteil konnte niedrig gehalten werden. Die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) hat als Marktführer mit einem Marktanteil von rund 80 % einen entscheidenden Beitrag zu diesem Erfolg geleistet.

Hohes Sammelniveau auch im Wettbewerb
Die österreichischen Haushalte sammelten 2016 mehr als 1,06 Mio. Tonnen Verpackungen und Altpapier. Die ARA konnte damit den Erfolg der getrennten Sammlung von Verpackungen fortsetzen (2015: ebenfalls 1,06 Mio. t). Gleichzeitig erreichte die öffentliche Akzeptanz der getrennten Verpackungssammlung mit 96 % einen neuen Höchststand.

„Auch wenn wir bei Haushaltsverpackungen heute nur ein Anbieter unter mehreren sind, fühlen wir uns als Technologie- und Marktführer weiterhin dafür verantwortlich, dass die getrennte Verpackungssammlung in Österreich erfolgreich bleibt“, erklärt ARA Vorstand Christoph Scharff. „Breite Akzeptanz der getrennten Sammlung in der Bevölkerung und hohe Reinheit der gesammelten Altstoffe tragen wesentlich dazu bei, Verpackungsrecycling erfolgreich und kostengünstig zu gestalten“.

Marktmengen und Trittbrettfahrerquote stabil
Die Mengenmeldungen der Sammel- und Verwertungssysteme an das Register des Umwelt­ministeriums bestätigen, dass die Gesamtentpflichtungsmenge mit rund 1 Mio. Tonnen Verpackun­gen im Wettbewerb stabil geblieben ist. Die Trittbrettfahrerquote – der Anteil an Verpackun­gen im Markt, für die die gesetzliche Produzentenverantwortung nicht übernommen wurde – lag 2014 bei rund 10 % und ist seit der Marktöffnung nicht gestiegen. Die Zahl der Trittbrett­fahrer für das Jahr 2016 liegt zwar noch nicht vor, nach Schätzungen ist sie auf dem Niveau der beiden letzten Jahre und in Teilbereichen sogar gesunken.

ARA Aufsichtsratsvorsitzender Alfred Berger nimmt in diesem Zusammenhang die Verpackungskoordinierungsstelle des Bundes in die Pflicht: „Damit die Spielregeln auch in Zukunft eingehalten werden, ist die Verpackungskoordinierungsstelle als starker und neutra­ler Schiedsrichter gefragt. Sie muss ihr Rolle als Kontrollorgan wahrnehmen, um Wett­bewerbsverzerrungen zu verhindern und dafür sorgen, dass sich alle betroffenen Unter­nehmen an die Verpackungsverordnung halten und sich nicht einzelne aus ihrer Verantwortung stehlen. Letztlich sind diese Kontrollen ganz im Sinne der Wirtschaft.“

Kompensation von Mehrkosten
Die ARA hat intensiv mitgeholfen, den Wettbewerb im Markt der Haushaltsverpackungen möglich zu machen. „Als Eigentümervertreter war es für mich immer wichtig, dass rasch auf das neue System umgestellt wird, um den Trittbrettfahreranteil in Zaum zu halten. Auch wenn damit zusätzliche Kosten und Ärger – als Preis für den Wettbewerb sozusagen – verbunden waren, diese Investition hat sich jedenfalls gelohnt“, erklärt Alfred Berger.

Im Mai 2017 gründete die ARA Servicegruppe die DIGIDO GmbH, die eine digitale Transport­datenplattform betreibt und damit der immer weiter fortschreitenden Vernetzung der Wirt­schaft Rechnung trägt. Mit November 2016 übernahm die ARA die LogMan Logistik- Management GmbH. Der Logistikexperte verstärkt als langjähriger ARA Partner nunmehr „inhouse“ die ARA Servicegruppe. Damit können Transport- und Logistikleistungen noch effizienter abgewickelt werden und gleichzeitig als weitere Dienstleistungen angeboten werden.


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