Klima & Energie

Urban Future: Ideen für die Stadt der Zukunft

Grayling Austria GmbH/APA-Fotoservice/Hörmandinger
Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und 36 weitere BürgermeisterInnen aus ganz Europa, die mehr als zehn Millionen BürgerInnen vertreten, unterzeichneten am ersten Konferenztag eine Vereinbarung zur Steigerung der Energieeffizienz und der Nutzung nachhaltiger Energiequellen.
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Der Trend zur Urbanisierung ist ein weltweiter – die Metropolen wachsen, neue entstehen. Die Menschheit braucht Antworten, wie das städtische Leben nachhaltiger, ökologischer und sozial verträglich entwickelt werden kann. „CityChangers“ trafen sich bei der "Urban Future Global Conference" – viel Aufbruchsstimmung in der Messe Wien.

Mehr als die Hälfte aller Menschen leben heute weltweit in Städten. Die Folgen der Urbanisierung sind unübersehbar: Klimawandel, Ressourcenknappheit, demographischer Wandel und Luftqualität erfordern Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung – es geht um nicht weniger als die Lebensqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner. Engagierte „CityChanger“, die in ihren Städten nachhaltige Projekte initiieren und umsetzen treffen sich seit 2014 regelmäßig bei der „Urban Future Global Conference“.

Rund 3.000 TeilnehmerInnen aus 400 Städten, 50 Ländern und vier Kontinenten versammelten sich in den ersten Märztagen 2018 bei der „Urban Future Global Conference“, der weltweit größten Konferenz für City-
Changer in der Messe Wien. In 57 Sessions zu Themen wie Klimaschutz, nachhaltiges Bauen und Mobilität bis hin zu „Making Change happen“ und „Leader­ship in Städten“ teilten Städteverantwortliche und ExpertInnen ihre persönlichen Geschichten, Erfahrungen und Misserfolge mit Gleichgesinnten.

Es braucht Menschen, die den Wandel vorantreiben. Rund 230 Speaker aus aller Welt stellten konkrete Projekte vor und brachten ihre teilweise sehr persönlichen Erfahrungen ein. Rui Moreira, Bürgermeister von Porto, berichtete zum Beispiel davon, wie es durch ein breites Kulturprogramm, das die BewohnerInnen zum Mitmachen animierte, gelang, auch sozial schwächer gestellte Bevölkerungeschichten in die Weiterentwicklung ihrer Stadtteile einzubinden. Dadurch konnten heruntergekommene Viertel in Porto wiederbelebt werden.
Rajendra Singh, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, den Ganges zu reinigen und der daher liebevoll auch „Waterman of India“ genannt wird, sorgte mit Hilfe der von ihm gegründeten NGO Tarun Bharat Sangh in Rajastan dafür, dass ländliche Gegenden mit Hilfe von traditionellen Regenwasserspeichern wieder Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.
Gil Penalosa, Gründer der kanadischen NGO 8 80 Cities, betonte in seinem energiegeladenen Vortrag, wie wichtig es sei, Städte für alle zu gestalten. StädteplanerInnen müssen dabei die Bedürfnisse von Kindern, älteren Menschen und Menschen mit Behinderung viel stärker in den Vordergrund stellen als sie es bisher tun.

Fehlerkultur in der „Cities FuckUp Night“. Im Rahmen der UFGC fand die weltweit erste FuckUp Night für Städteverantwortliche statt. CityChanger aus Gent, Oslo, Stockholm, Vancouver und Wien zeigten auf, dass Projekte nicht immer erfolgreich sind und was man aus dem „Scheitern“ lernen kann. Auch Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou zog an dem Abend ein persönliches Resumée in Bezug auf die dreijährige Umgestaltung einer der längsten Einkaufsstraßen Europas, der Mariahilferstraße.
Die UFGC übertrug damit dieses Format erstmals auf den öffentlichen Sektor und trägt so zu einer neuen Lernkultur bei, in der Fehler als Katalysatoren für den Wandel zu nachhaltigeren Städten dienen.
UFGC´19 in Oslo. Zum Abschluss übergab Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou die Staffel für die nächste Konferenz an Hanna E. Marcussen, Vizebügermeisterin von Oslo. Norwegens Hauptstadt wurde zur European Green Capital 2019 ernannt und wird die Location für die nächste Urban Future Global Conference von 22. bis 24. Mai 2019 sein.


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