Abfall & Recycling

Klärwarts „Little Helper“

Deutsche Wissenschafter fischen mit magnetischen Mikropartikeln Phosphat aus dem Abwasser.

Weil die meisten gängigen Verfahren zur Rückgewinnung von Phosphat aus Abwasser mit einem hohen Verbrauch an Chemikalien verbunden sind, haben jetzt deutsche Wissenschafter spezielle, 20 Mikrometer kleine Partikel entwickelt. Mit Hilfe dieser magnetisierbaren Partikel, deren Hülle so konstruiert ist, dass sich das Phosphat gut anlagern, aber ebenso problemlos wieder ablösen lässt und die mit Hilfe eines Magneten jederzeit und auf einfache Weise aus dem Abwasser entfernt werden können, ist der Chemikalieneinsatz äußerst gering zu halten. Und die Partikel können in den Klärbecken öfters eingesetzt werden.

Das Verfahren („SuPaPhos“) wurde in Kooperation zwischen Wissenschaftern des Instituts für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (ISWA) der Universität Stuttgart und des Karlsruhe Instituts für Technologie mit Chemikern des Fraunhofer Instituts für Silicatforschung in Würzburg und Bronnbach entwickelt und wird derzeit optimiert. Aus einer Reihe von Metallhydroxiden haben die Ingenieure vom ISWA diejenigen identifiziert, die sich am besten für die Beschichtung der Mikropartikel eignen. Aus  insgesamt 50 Verbindungen konnten 13 für weitere Untersuchungen ausgewählt werden.

Ziel der Forschungen ist es, die neuartigen Partikel (Klärwarts „Little Helper“) so zu gestalten, dass sie in kommunalen Kläranlagen den Phosphatgehalt des Abwassers unter die Bestimmungsgrenze reduzieren. Darüber hinaus, so meinen die Wissenschafter, eigne sich die Methode sogar für Industrieabwässer, die über 50mal mehr Phosphate enthalten können als kommunale Abwasser.


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