Umwelttechnologie

IFAT Tag 2: Die Großen und die Kleinen

Bild: Christian August
Bild: Christian August

Auch am zweiten Tag war auf der weltweit größten Messe für Abfall- und Recyclingtechnik IFAT was los. Christian August ist vor Ort.

von: Christian August

Globaler Player: Andritz

Beim repräsentativen Stand der Andritz AG mit Hauptsitz in Graz ist Uwe Seebacher, Kommunikationschef für die Andritz Pumpensysteme, in seinem Element, wenn er Wirtschaftskennzahlen anbieten kann: Die weltweit agierende Andritz-Gruppe macht knapp sechs Milliarden Euro Umsatz und  arbeitet an 250 Standorten in 40 Ländern. Andritz bietet für verschiedene Industrien und Produkte die geeigneten Technologien und Servicelösungen an – und das für gut zwei Dutzend Industriesparten. Bei der IFAT ist Andritz mit den Sparten Pumpen und Hydro vertreten. Highlight des Stands ist der Weg zum „Internet of People“, mit dem Andritz die digitale Vernetzung durch Sensoren in den Pumpen und den Einsatz von Virtual Reality vorantreibt.

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Rosenbauer schützt Recycling-Anlagen

Ein weiterer globaler Player aus Österreich ist der bekannte Feuerwehrfahrzeug-Herstellen Rosenbauer. Auf der IFAT ist Rosenbauer mit speziellen Anlagen für den Feuerschutz bei Recycling-Anlagen bzw. Lagerhallen und dergleichen vertreten, sie sind auch für Gefahrenstofflager geeignet. Dabei geht Es geht nicht nur um ein Alarmsystem: „Wir bieten vollautomatische Löschanlagen,“, erklärt Gebietsverkaufsleiter Harald Muckenhuber. „Eine Infrarot-Kamera scannt die Oberflächen und bei einer bestimmten Temperaturüberschreitung wird automatisch genau dieser Bereich gelöscht.“

Bild: Christian August
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Also eigentlich noch bevor es wirklich brennt. Die Löschmittel – Wasser und Schaum – sind biologisch abbaubar. Rosenbauer ist mit diesen Systemen nach eigenen Angaben führend. In Deutschland sind schon 30 derartige Systeme im Einsatz. „Und der Markt wird wachsen, einfach weil durch die Zusammensetzung des Mülls (Stichwort Lithium-Akkus in Handys und Haushaltsgeräten) immer öfter Brandgefahr herrscht“, sagt Muckenhuber.

Familienbetrieb geht auch

Spannend zu sehen, dass sich im Umwelttechnologiebereich auch die „Kleinen“ durchsetzen können. Ein Paradebeispiel ist „Wagner – die Shredder Companie“. Im Familienbetrieb aus dem Südburgendland arbeiten 13 Mitarbeiter inklusive Brüdern, Onkeln und Tanten (oder so). 

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Die Wagners sind Spezialisten für die Produktion von Einwellen-/Zweiwellenshreddern, PET-Perforatoren, Reifentrennern und Ballenauflösern. Mit der dabei eingesetzten prämierten Technologie, vermeldet Geschäftsführer Andreas Wagner, sei man weltweit gefragt und konkurrenzfähig. Das martialisch anmutende Ding an seiner Seite ist übrigens Teil eines Reifentrenners.

Müllpressen für den flexiblen Einsatz

Die Firma Werner & Weber mit Sitz in Wien Simmering ist im selben Segment tätig, wie die an Day 1 besuchte Pöttinger GmbH: Müllpressen und Presscontainer. Gerald Jansky spricht mit Respekt vom Mitbewerber, man ist auch in manchen Servicebereichen Kooperationspartner. Werner & Weber stellt sowohl stationäre als auch mobile Müllpressen her und zeigt seine neuesten Produkte auf der IFAT 2018.

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Schuttabfuhr digital managen

Die Saubermacher-Tochter pink robin gmbh verspricht Waste Management 2.0 speziell für Baufirmen. Die junge Truppe hat eine App entwickelt, mit der Bauschutt „on demand“ mit ein paar Clicks entsorgt werden kann. Neben der App steht zusätzlich ein praktisches Webportal zur Verfügung. Sämtliche Informationen, wie etwa Bestellungen, Baustellendetails inkl. Entsorgungskosten, Lieferscheine, Fotos, u.v.m, werden ebenfalls in Echtzeit bereitgestellt. Ganz ohne Aufwand behält man so in der Zentrale immer den Überblick und hat alle wichtigen Steuerungskennzahlen auf Knopfdruck parat. Unter www.wastebox.at steht ein ähnlicher Service auch für Privatkunden zur Verfügung.

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Green Machines: Saubere Städte ohne CO2-Belastung

Green Machines hat es sich bereits vor Jahren zum Ziel gesetzt, mit effizienten und durchdachten Kehr-Saugmaschinen einen entscheidenden Beitrag für saubere Städte zu leisten. Mit den elektrisch betriebenen Zero-Emission-Modellen zeigt Green Machines die neuesten Ergebnisse dieser Entwicklungsarbeit auf der IFAT. Green Machines International sitzt in Neumarkt am Wallersee.

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