In Niederösterreich fielen im Jahr 2002 199.504
Tonnen Restmüll, 62.984 Tonnen Sperrmüll, 124.677 Tonnen biogene Abfälle, 4.218 Tonnen Problemstoffe, 5.107 Tonnen E-Schrott und 231.945 Tonnen Altstoffe an. Zusätzlich musste die Menge von 27.969 Tonnen Sperrmüll entsorgt werden, die aus der Hochwasserkatastrophe
im August resultierte. Das Gesamtabfallaufkommen betrug somit 656.314 Tonnen oder 486,6 Kilogramm pro Einwohner, die Trennquote lag bei ca. 56 Prozent.
Ebenfalls gut angenommen wird die E-Schrott-Sammlung: "Im Jahr 2002 wurden bereits 3,9 Kilogramm pro Einwohner gesammelt und damit beinahe schon die von der EU ab 2006 geforderten 4 Kilogramm pro Einwohner erreicht", so Sobotka.
Mit dem Slogan "Sei g'scheit - vermeid'!" sollen die niederösterreichischen Bürgerinnen und Bürger motiviert werden, schon beim Einkauf auf abfallarme, langlebige und reparaturfähige Produkte zurückzugreifen. Das Land Niederösterreich und die NÖ Abfallverbände helfen bei der Abfallvermeidung mit Informationsmaterialien wie dem NÖ Reparaturführer oder Aktionen wie der "Mehrwegwindelförderung".
Ab 2004 dürfen keine Abfälle mehr unbehandelt deponiert werden. Der Großteil des niederösterreichischen Rest- und Sperrmülls wird dann in der thermischen Verwertungsanlage in Zwentendorf/Dürnrohr
verbrannt und für die Energiegewinnung im benachbarten Kraftwerk Dürnrohr genutzt. "Trotzdem bleibt die 'Getrennte Sammlung' ein bedeutender Eckpfeiler der niederösterreichischen Abfallstrategie. Denn nur durch Abfalltrennung können aus Altstoffen wieder neue
Produkte werden", so Sobotka abschließend (Presseaussendung vom 6. August 2003).
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