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WIRTSCHAFT DETAILS
Leichter umsteigen: Der Wechsel
von einem Verkehrsmittel
zum anderen soll atrtraktiver
werden. Foto: ÖBB
VCÖ: Mobilitätspreis 2009 unter dem Motto „multi-modal-mobil“


Gefragt: Projekte zur Verbesserung von Schnittstellen zwischen den Verkehrsmitteln - Unterstützung durch Infrastruktur- und Umweltministerium sowie ÖBB – Einreichungen bis 15 Juni möglich – Elektromobilität: große Chance, aber auch erhebliche Herausforderungen – ÖBB-Personenverkehrschefin Lutter will Angebote weiter verbessern

(Wien, 13.03.2009) Unter dem Motto „multi-modal-mobil“ steht heuer der Mobilitätspreis des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ, www.vcoe.at). Gesponsert wird der Preis vom Infrastrukturministerium und vom Umweltministerium sowie von den ÖBB. Einreichungen sind bis zum 15. Juni möglich, vergeben wird der Preis im September. Teilnehmen können Unternehmen, Gemeinden, Organisationen, Schulen und Universitäten mit bereits abgeschlossenen Projekten, die die Verknüpfung zwischen den Verkehrsmitteln verbessern und es den Menschen erleichtern, umzusteigen bzw. die Verlagerung des Güterverkehrs auf Schiene und Wasser forcieren. Für Privatpersonen gibt es einen speziellen Ideenwettbewerb. Nähere Informationen dazu gibt es auf der VCÖ-Website, wo auch Einreichungen mögöoch sind.
VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak sagte bei der heutigen Pressekonferenz zur Präsentation des Preises, immer mehr Menschen nutzten die Möglichkeit, „das für den jeweiligen Zweck optimale Verkehrsmittel zu verwenden.“ Dieser Trend werde sich weiter verstärken. Umso wichtiger seien Schnittstellen, um den Wechsel von einem Verkehrsmittel zum anderen zu erleichtern. Entsprechende Projekte solle der heurige Mobilitätspreis prämieren.

Herausforderung Elektromobilität

Nowak zufolge werden nicht zuletzt Elektrofahrzeuge in Hinkunft mehr Bedeutung gewinnen. Bis 2020 könnten rund 600.000 Stück davon in Österreich im Einsatz sein, von PKW über Elektroscootern bis zu leichten Nutzfahrzeugen. Diese Erwartung liegt unter der des Beratungsunternehmens Pricewaterhouse Coopers (PwC), das gestern eine im Auftrag des Klima- und Energiefonds erarbeitete diesbezügliche Studie vorgestellt hatte. Nowak erläuterte, es gebe einige Probleme bei der Einführung von Elektrofahrzeugen. So müssten beispielsweise die Bauordnungen geändert werden, um den Einbau von Starkstromsteckdosen in öffentlichen Parkhäusern zu ermöglichen. Weiters gelte es, Lösungen für das mögliche Problem des Stromdiebstahls zu finden. Nach Schätzungen des VCÖ würde sich der Strombedarf in Österreich durch die Einführung der 600.000 Elektrofahrzeuge um rund vier Prozent erhöhen. Nowak geht davon aus, diesen Mehrbedarf mit Hilfe erneuerbarer Energieträger decken zu können.

ÖBB: Angebot weiter verbessern

Seitens der ÖBB sagte die Sprecherin des Vorstandes der ÖBB-Personenverkehrs-AG, Gabriele Lutter, ihr Unternehmen arbeite laufend an neuen Technologien und Dienstleistungen, um den Kunden „den Zugang zu Bahn und Bus zu erleichtern.“ Schon seit längerem würden den Kunden auf das Mobilitätsangebot bezogene Echtzeitinformationen entlang der gesamte Mobilitätskette angeboten. Es gelte, diese weiter zu verbessern, und lange Umsteigezeiten zu vermeiden und attraktive Tür-zu-Tür-Reisezeiten bieten zu können.
Angesprochen auf die Idee eines Gratis-Tickets für sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel sagte Lutter, es habe bisher keine konkreten Verhandlungen über dieses Thema gegeben. Grundsätzlich gelte, dass Leistungen etwas kosten sollten. Den internationalen Vergleich bei den Preisen brauche ihr Unternehmen keineswegs zu scheuen. Ab Entfernungen von etwa 50 Kilometern kosteten ÖBB-Fahrscheine etwa halb so viel wie solche der Deutschen Bahn und um etwa 20 Prozent weniger als jene der Schweizer Bahn. Auch gebe es immer wieder Sonderaktionen und Spezialangebote.
Weiter verbessert werde das Angebot an Autoreisezügen. Engpässe träten diesbezüglich zur Zeit der Semesterferien auf. Die ÖBB überarbeiteten derzeit das Reservierungssystem, um solche künftig so weit wie irgend möglich zu vermeiden.

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