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GLOBAL DETAILS
Yes, she can: Barack Obama
mit seiner energiepolitischen
Beraterin Carol Browner
Foto: http://change.gov
USA: Obama präsentiert Team für Energie- und Umweltpolitik


Gestandene Politikerinnen als Ergänzung zu politisch wenig erfahrenem Energieminister - frühere Chefin der Environmental Protection Agency wird Energie- und Klimaberaterin des neuen Präsidenten - weg von „Sucht“ nach Erdöl – „Millionen von Arbeitsplätzen“ im Bereich erneuerbare Energien

(16.12.2008) Der designierte US-Präsident Barack Obama hat sein Team für Energie- und Umweltpolitik vorgestellt. Energieminister wird, wie seit einigen Tagen bekannt, Steven Chu, der Direktor des Lawrence Berkeley National Lab und Gewinner des Nobelpreises für Physik im Jahr 1997. Chu gilt als exzellenter Wissenschaftler, hat allerdings kaum politische Erfahrung. Dies könnten jedoch die anderen Mitglieder des Teams ausgleichen, die sämtlich aus Politik und Verwaltung kommen.
  • Leiterin der Environmental Protection Agency (EPA) wird Lisa Jackson, bisher Chefin des Department of Environmental Protection des Staates New Jersey (NJDEP). Jackson absolvierte ein Chemiestudium an der Princeton University. Im Rahmen ihrer Tätigkeit beim NJDEP war sie Vizepräsidentin der Regional Greenhouse Gas Initiative (RGGI), eines Emissionshandelssystems der amerikanischen Ostküstenstaaten.
  • Vorsitzende des neu eingerichteten White House Council on Environmental Quality wird die Kalifornierin Nancy Sutley, die unter dem vormaligen US-Präsidenten Bill Clinton Führungsfunktionen in der EPA innehatte. Zur Zeit ist sie Stadträtin für Energie und Umwelt von Los Angeles.
  • Energie- und Klimaberaterin Obamas wird Carol Browner, in der Clinton-Ära Leiterin der EPA und deren längstdienende Chefin. Sie gilt als Vertraute des früheren Vizepräsidenten Al Gore. Ihre Stellvertreterin bei Obama wird Heather Zichal, die in seinem Wahlkampfteam für Energie- und Umweltpolitik zuständig war und bereits 2004 für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten John Kerry arbeitete.

„Millionen von Arbeitsplätzen“

Anlässlich der Vorstellung des Teams kündigte Obama eine radikale Wende in der US-amerikanischen Energiepolitik an. Mit einem „Economic Recovery Plan“ werde er „Millionen von Arbeitsplätzen“ durch den Ausbau der Wind- und der Solarenergie sowie durch die Produktion energieeffizienter Fahrzeuge schaffen, betonte Obama. Die derzeitige „Sucht“ der USA nach Ölimporten schränke die Wirtschaft ein, verlagere Reichtum zu „feindlichen Regimen“ und mache das Land abhängig von politisch instabilen Regionen. Die schlimmste mit dem Ölverbrauch verbundene Bedrohung sei aber der Klimawandel, der zu Dürre- und Hungerkatastrophen im Ausland und zu verheerenden Unwettern in den USA führen werde, falls nicht endlich Gegenmaßnahmen ergriffen würden.
Von solchen sei auch bereits oft genug die Rede gewesen, ergänzte Obama. Nun aber gebe es keine Wahl mehr, als zu handeln. Alle Amerikaner müssten sich dem Aufbau einer neuen (Energie)wirtschaft verschreiben. Die Basis der Unabhängigkeit vom Öl liege in den USA selbst, „in der Wind- und Solarenergie, in Energiepflanzen und neuen Technologien, in der Innovationskraft unserer Wissenschaftler und Unternehmer und in der Kompetenz und dem Engagement unserer Arbeitnehmer.“
Der Umbau der US-Energiewirtschaft werde nicht von heute auf morgen funktionieren. Doch er werde einer der Schwerpunkte seiner Präsidentschaft sein, versicherte Obama.

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