Schutz des Wassers: einer springender Punkt Foto: Creative Collection
Weltwasserkongress tagt nächste Woche in Wien
Umfangreiches Programm mit 35 Workshops - zwei tage für den Schutz der Donau - Fachausstellung parallel zum Kongress
Wasseraufbereitung, Abwasserreinigung, Wasserressourcen- und Flussgebietsmanagement, Planung & Management von Wasserdienstleistungen, Bau und Betrieb von Wasser-Systemen sowie Gesundheit und Umwelt sind diew Leitthemen des Weltwasserkongresses der International Water Association (IWA), der vom 7. bis 12. September im Austria Center Vienna stattfindet. Jeder Kongresstag wird mit zwei parallel gehaltenen „Key Note Speeches“ beginnen, für die insgesamt acht Experten gewonnen werden konnten. Nach dem Interesse an solchen Vorträgen am letzten IWA- Weltwasserkongress in Peking werden dafür in Wien zwei Säle für je 450 Hörer zur Verfügung stehen. Jede Key Note Speech wird von zumindest einem Workshop ergänzt. Beipiele dafür sind Workshops zu den Themen „Wasser, Klima, Energie“, zu „Grenzen der Wissenschaft, Forschung und Technologie“, zu „Wasser, Lebensmittelproduktion und Nährstoff-Management“ oder zum, in Zusammenarbeit mit der Weltbank bearbeiteten, Thema „Abwassersysteme mit Augenmaß“.
35 Workshops
Insgesamt enthält das Kongressprogramm für Wien rund 35 Workshops, für die zwischen neunzig Minuten und ein ganzer Tag angesetzt sind.
Zwei Tage sind für die Präsentation des Donauraumes reserviert. Einer davon wird von der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (IKSD), der andere vom Co-Organisator der Konferenz, der Internationalen Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke im Donaueinzugsgebiet (IAWD), gestaltet. In seiner Funktion als Präsident des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) ist Wiens Bürgermeister Michael Häupl Gastgeber des „Bürgermeistertages“.
Beginn und Abschluss des Wiener Weltwasserkongresses werden durch spezielle Sitzungen im Austria Center Vienna markiert. Die Veranstaltung endet mit einem Galadiner im Wiener Rathaus. Die Publikation der wissenschaftlichen Papers erfolgt in den IWA-Journalen WST, WST-Water Supply und WPT. Zumindest in elektronischer Form sollten diese Beiträge bereits während des Kongresses zur Verfügung stehen.
Experten treffen
Weltwasserkongresse sind nicht als Ergänzung der Konferenzen der IWA Specialist Groups gedacht, die jedes Jahr über 6.000 Fachleute versammeln. Vielmehr geht es dabei um das Zusammenführen all jener Kräfte, die zu einer vernünftigeren Nutzung und zum Schutz des Wassers beitragen wollen, wofür die Einbindung der unterschiedlichsten Fachrichtungen notwendig ist. Ganz oben auf der Agenda steht die Bildung von Experten-Teams. Nur diesen kann es gelingen, die jeweils besten Lösungen zu finden. Schlagkräftige Teams entstehen aber nur, wenn zunächst eine „gemeinsame Sprache“ gefunden werden kann. Das Programm des Weltwasserkongresses Wien 2008 zielt genau darauf ab. Parallel zum Kongress findet auch eine Ausstellung der IWA zu aktuellen wasserwirtschaftlichen Themen statt. (ch)