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WIRTSCHAFT DETAILS
Gabmann: Warten auf
das Geld vom Bund
Foto: ÖVP Niederösterreich
Niederösterreich: Bauwirtschaft soll mit Umwelttechnik punkten


Einreichung des Projekts „Future Building“ bei der Forschungsförderungsgesellschaft am Freitag kommender Woche – Bundesmittel von 1,2 Millionen Euro gewünscht – Land selbst zahlt die Hälfte - Details zu Projekten noch offen

(Wien, 04.09.20089) Am Freitag kommender Woche will das Land Niederösterreich mit Unternehmen aus der Baubranche sowie einschlägigen Forschungseinrichtungen bei der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) das Projekt „Future Building“ einreichen. Das kündigte Wirtschaftslandesrat Ernest Gabmann heute bei einer Pressekonferenz in Wien an. Um insgesamt vier Millionen Euro sollen vier Jahre lang neue Technologien erforscht werden, um die Energieeffizienz und die Klima- sowie Umweltverträglichkeit von Wohngebäuden zu verbessern. Die so entstehenden Produkte sollen auch ins Ausland exportiert werden, insbesondere nach Zentral- und Osteuropa.
Zwei Millionen Euro sollen die Wirtschaftspartner aufbringen, 1,2 Millionen Euro soll der Bund über die FFG beisteuern, 600.000 Euro will das Land Niederösterreich selbst über seine Wirtschaftsförderungsgesellschaft EcoPlus aufbringen, die restlichen 200.000 Euro möchten die Forschungseinrichtungen bezahlen.

„Elfmeter ohne Tormann“

Gabmann gab sich optimistisch, dass die Förderung genehmigt wird: „Der Bund wird zahlen.“ Er habe darüber bereits mit seinem Parteifreund, Wissenschaftsminister Johannes („Gio“) Hahn, gesprochen. Außerdem sei das Projekt so gut, dass es „ein aufgelegter Elfmeter ohne Tormann“ sei.

Fehlschuss nicht auszuschließen

Wirtschaftspartner schlossen indessen gegenüber dem UMWELTSCHUTZ einen Fehlschuss nicht aus: Binnen eines halben Jahres müsse die FFG über den Antrag entscheiden. Lehne sie diesen ab, „müssen wir uns unsere Finanzierungszusagen noch einmal überlegen.“ Was dann letztlich herauskomme, sei offen.
Auch Forschungspartner bestätigten, dass die Angelegenheit noch keineswegs unter Dach und Fach sei. Im Wesentlichen habe Gabmanns heutige Aktion dazu gedient, „die Ernsthaftigkeit des Commitments des Landes Niederösterreich“ öffentlich zur Schau zu stellen.

Details offen

Bis Ende kommender Woche werden erst einmal die Details der einzureichenden Unterprojekte geklärt, hieß es seitens der beteiligten Forschungspartner. Geplant sei eine breite Palette von Vorhaben, von der Entwicklung einzelner Bauprodukte, beispielsweise Verglasungselemente, bis zu neuartigen Komplettlösungen für Niedrigenergiehäuser.
Das Forschungszentrum arsenal research etwa will einen „Umweltenergiezähler“ entwickeln, der die Leistung von Wärmepumpen, die so genannte Arbeitszahl, misst. Ein zweiter Schwerpunkt der arsenal-Forschung im Rahmen von „Future Building“ soll das Thema Gebäudesteuerung sein. Mit intelligenter Technik sollen Gebäude so gesteuert werden, dass sie möglichst energieeffizient und komfortabel sind.

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