Drei Mann in einem Boot: ACT-Geschäftsführer Fallent mit Umweltminister Pröll und WKO-Präsident Leitl (v.l.n.r.) Foto: BMLFUW/Sandra Rennöckl
Umweltministerium und Wirtschaftskammer gründen „Kompetenzzentrum Umwelttechnologie“
Umweltminister Josef Pröll: Drehscheibe zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung – Wirtschaftskammerpräsident Leitl: Österreich zum weltweit führenden Anbieter von Umwelttechnologien machen – Geschäftsführer: Gerhard Fallent, vormals Bundesverband Photovoltaik
(Wien, 18.06.2008) Das „Kompetenzzentrum Umwelttechnologie – Austrian Clean Technology (ACT)“ präsentierten heute Umweltminister Josef Pröll und Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl in Wien. ACT ist die Bundesagentur für Umwelt- und Energietechnologie, deren Einrichtung im Rahmen des Masterplans Umwelttechnologie (M.U.T.) vor einem Jahr beschlossen worden war. Gegründet wurde diese mit 1. Juni 2008, seit heute ist sie operativ tätig. ACT-Geschäftsführer ist Gerhard Fallent, der bis Jahresende des Bundesverband Photovoltaik (Photovoltaic Austria) geleitet hatte. Die Agentur wurde als Verein des Bundes und der Wirtschaftskammer gegründet. Sie hat ihren Sitz im SOL4 in Mödling, einem Bürogebäude in Passivhausbauweise.
Drehscheibe
Pröll sagte, ACT solle als Drehscheibe zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung fungieren und helfen, vor allem die Märkte Zentral- sowie Osteuropas für österreichische Umwelttechnologie zu erschließen. Wegen umweltrechtlicher Vorgaben der EU müssten die Länder dort in den kommenden Jahren rund 130 Milliarden Euro investieren. Das sei eine große Chance für österreichische Unternehmungen.
Leitl sagte, die Umwelttechnik-Branchen würden die „Leitindustrien des 21 Jahrhunderts“ sein. Pro Jahr entstünden in diesen Branchen (Abfallwirtschaft, Wasser- und Abwasser- sowie Energiewirtschaft) in Österreich rund 2.000 neue Arbeitsplätze. Die ACT solle dazu beitragen, Österreich zum weltweit führenden Anbieter von Umwelttechnologien zu machen. „Im Moment sind die Amerikaner noch die Nummer Eins. Aber die wollen wir mit ACT putzen“, sagte Leitl.
„Schlankes Team“
Fallent sagte, das Volumen des Weltmarkts für Umwelttechnologien werde sich bis 2020 auf rund 2.200 Milliarden Euro verdoppeln. Zum Vergleich: Das entspricht etwa dem kumulierten Umsatz der 25 größten Unternehmen der Welt. Nach eigenen Angaben hat Fallent die Aufgabe, ein „innovatives Marketingkonzept“ für Umwelttechnologien umzusetzen. Unterstützt werde er dabei von der Außenwirtschaftsorganisation (AWO) der Wirtschaftskammer. ACT werde ein „schlankes Team“ von vier bis fünf Mitarbeitern sein.
Übrigens: Eine Website hat ACT noch nicht. Der Domainname www.act-center.at ist aber bereits für die Agentur reserviert.