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TECHNOLOGIE DETAILS
Gold für Stromspeicher:
Umweltminister Josef Pröll mit
Cellstrom-Chef Johann Schweiger
sowie einem seiner Mitrbeiter (v.l.n.r.) Foto: Petra Spiola
Umweltpreis der Verlagsgruppe Bohmann
für Hightech-Stromspeicher



Umweltminister Josef Pröll verleiht „Daphne – Spirit of Environment“ in Gold an Eisenstädter Firma Cellstrom - „Daphne“ in Silber für Wiener Baufirma Ulreich Bauträger - Bronze für Feistritzerke-Steweag - Sonderpreise der Jury für Österreichisches Normungsinstitut sowie Wiener Reparatur- und Servicezentrum (R.U.S.Z.)

(Wien, 12.06.2008) Die „Daphne – Spirit of Environment“ in Gold geht heuer an die Eisenstädter Firma Cellstrom für ihren neuartigen elektrochemischen Energiespeicher FB10/100. Umweltminister Josef Pröll überreichte den Umweltpreis der Verlagsgruppe Bohmann gestern Abend im Palais Niederösterreich in Wien. Der von der Cellstrom entwickelte Stromspeicher eignet sich besonders gut zur Kombination mit Photovoltaikpaneelen und erleichtert damit den flächendeckenden Einsatz erneuerbarer Energieträger. Er basiert auf der Technologie der Vanadium Redox Flow Battery (VRB). Diese zeichnet sich durch kurze Ladezeiten und lange Lebensdauer aus.
Die „Daphne“ in Silber ging an die Wiener Baufirma Ulreich Bauträger. Sie erarbeitete eine Methode zur Sanierung von Gründerzeithäusern, mit der sie deren Energiebedarf um nahezu 80 Prozent senken kann.
Die „Daphne“ in Bronze gewannen die Feistritzwerke-Steweag für ihr umfassendes Mobilitätskonzept.

Sonderpreise für Normungsinstitut sowie Reparatur- und Servicezentrum

Sonderpreise der Jury gingen an das Österreichische Normungsinstitut sowie an das Reparatur- und Servicezentrum (R.U.S.Z.). Das Normungsinstitut entwickelte ein Nachhaltigkeitssiegel für gut reparierbare Elektrogeräte. Das R.U.S.Z. überzeugte mit seinem „Waschmaschinentuning“. Damit ist es möglich, den Energiebedarf alter Waschmaschinen auf den von Neugeräten zu senken.

Nicht nur Technik

Umweltminister Pröll zeigte sich beeindruckt von der Qualität der Projekte. Moderner Umweltschutz beschränke sich nicht allein auf technische Innovation. Vielmehr setze dieser umfassend an und berücksichtige auch die Prinzipien langfristiger ökonomischer Rentabiliät sowie gesellschaftlicher Verantwortung, betonte der Minister. Genau darauf sei die „Daphne – Spirit of Environment" ausgerichtet.

„Excellent Projects“

Acht weitere Projekte wurden als „Daphne Excellent Projects“ ausgezeichnet. Diese sind

  • die Entwicklung barrierefreier Container für Verpackungsabfälle durch die ARGEV Verpackungsverwertungs-Ges.mbH.
  • die an den Kriterien der Nachhaltigkeit orientierte Kaffeeproduktion des Grazer Kaffeeproduzenten Karl Heissenberger.
  • das Stoffflussanalyseprogramm STAN des Instituts für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft der Technischen Universität Wien (IWA) und der Softwarefirma Inka.
  • die neuartige Lichtdiode (LED) der Jennersdorfer Firma Lumitech, die rund 85 Prozent weniger Strom benötigt als eine Glühbirne
  • das Klärschlammrecycling der Firma ASH DEC, durch das aus Klärschlammasche fast schadstofffreie Düngemittel entstehen
  • das neuartige Unterflur-Bewässerungssystem der Wiener Hydrip GmbH. Die Bewässerungsschläuche sind so konstruiert, das ein Einwachsen von Pflanzenwurzeln nahezu unmöglich wird.
  • das System „Prefalz Voltaic“ des Gebäudehüllenherstellers Prefa. Damit können Photovoltaikmodule in Stehfalzdächer integriert werden. So bleibt das Erscheinungsbild des Daches erhalten, und überdies wird umweltverträglich Strom produziert.
  • Biokunststoffe aus agrarischen Abfällen. Für dieses Projekt ausgezeichnet wurde das Verpackungszentrum Graz.

Jährliche Verleihung

Die „Daphne – Spirit of Environment“ wird jährlich von der Verlagsgruppe Bohmann in Gold, Silber und Bronze verliehen. Über die Vergabe der „Daphne“ entscheidet eine Jury unter Vorsitz des ehemaligen Chefredakteurs des im Bohmann Verlag erscheinenden Monatsmagazins UMWELTSCHUTZ, Leopold Lukschanderl. Die weiteren Mitglieder sind der Nachhaltigkeitsexperte Alfred Strigl (Plenum GmbH) sowie Dominik Schreiber von der Wiener Umweltanwaltschaft. Für die Verleihung sind folgende Kriterien maßgeblich:

  • Beachtung der drei „Säulen“ der Nachhaltigkeit – Ökologie, langfristige Gewinnorientierung, gesellschaftliche Verantwortung
  • regionale Wertschöpfung
  • Ressourceneffizienz
  • Energieeffizienz.

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