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ABFALL DETAILS
AGR: Rekordergebnis trotz
gelegentlicher Fehlwürfe
Foto: AGR
AGR meldet „Rekordergebnis“


213.000 Tonnen Glasflaschen gesammelt - heuer Anstieg der Sammelmenge auf 220.000 Tonnen erwartet

(Wien, 5.12. 2007) Rund 213.450 Tonnen Altglas sammelte die dafür zuständige Altglas Recycling Austria (AGR) im Jahr 2006. Dies sei ein neues „Rekordeergebnis“, sagte AGR-Geschäftsführer Gerald Hirss-Werdisheim heute bei der jährlichen Pressekonferenz seines Unternehmens in Wien. Für heuer kündigte er eine weitere Steigerung der Sammelmenge auf rund 220.000 Tonnen an. Insgesamt werden in Österreich jährlich etwa 240.000 Tonnen Glasflaschen in Verkehr gebracht. Hirss-Werdisheim sagte, die Recyclingquote von Glasflaschen liege in Österreich bei etwa 80 Prozent, verglichen mit 65 Prozent im EU-Durchschnitt.
Ein Problem sei allerdings nach wie vor die teils mangelhafte Qualität durch Fehleinwürfe in die rund 90.000 Doppelcontainer der AGR. In diese dürfen nur Glasflaschen, Konservengläser sowie Parfumflacons eingeworfen werden, nicht jedoch Fensterglas, Trinkgläser sowie Gegenstände aus Keramik. Ebenfalls ungeeignet für die AGR-Sammlung sind Glas von Backofentüren sowie Mikrowellengläser. Sie haben andere Schmelzpunkte als das AGR-taugliche Altglas und führen zu Problemen beim Recycling. Teilweise können die Maschinen zur Herstellung neuer Flaschen erheblich beschädigt werden.
Hirss-Werdisheim ergänzte, das Altglasrecycling habe eine Reihe ökologischer Vorteile. So senke der Einsatz gebrauchter Glasverpackungen den Bedarf an Primärrohstoffen und Energie sowie den Ausstoß an Treibhausgasen. Letzterer werde im kommenden Jahr genauer erhoben. Es gebe zwar einen Schätzwert. Den wolle er aber nicht nennen, weil er ihm „viel zu niedrig“ vorkomme.
An der AGR-Altglassammlung nehmen derzeit etwa 580 Kommunen sowie 30 Entsorgungsfirmen teil. Zur Diskussion über die Zulassung anderer Sammelsysteme sagte Hirss-Werdisheim, er habe nichts gegen Konkurrenz. Sinnvoller Weise könne diese aber nur so erfolgen, dass andere Anbieter die Infrastruktur (Sammelbehälter und -stellen) der AGR gegen entsprechendes Entgelt nutzen. Es habe keinen Sinn, flächendeckend in ganz Österreich ein zweites Behältersystem aufzubauen. Zu befürworten sei auch, dass andere Anbieter mit der AGR Lizenzverträge abschlössen, nicht jedoch direkt mit den Kommunen. Letzteres sehr aufwändig und verteuere daher die Altglassammlung für die Kunden.


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