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WIRTSCHAFT DETAILS
Brennende Frage: Auch die
Wärmepumpenbranche setzt
auf das Thema CO2
Foto: Creative Collection
Wärmepumpenbranche will mit CO2-Reduktionen punkten


Aktionsplan sieht Verdreifachung der installierten Jahresmenge auf rund 40.000 Anlagen vor – „theoretisch“ ohne Mehrbedarf an Strom möglich

(Wien, 17.10.2007) Kein Zweifel: „Sauberkeit“ und „Klimaverträglichkeit“ sind in unter Österreichs Heizungsmachern. Und so setzt nun auch die Wärmepumpenbranche auf das allgegenwärtige Thema CO2-Vermeidung. Sie stellte heute einen diesbezüglichen Aktionsplan vor. Laut diesem soll die Zahl der jährlich neu installierten Wärmepumpen von derzeit rund 12.000 bis 2020 auf mindestens 30.000 gesteigert werden, wenn es sich machen lässt, sogar auf 40.000. Das würde einen Anteil der Wärmepumpen an den in Neubauten installierten Heizungen von satten 76 Prozent bedeuten, in der Altbausanierung je nach Szenario zwischen 20 und 50 Prozent.
Realistisch sei das allemal, sagte Georg Patay, stellvertretender Obmann des Bundesverbandes Wärmepumpe (BWP) und Leiter der Markteintwicklung bei Vaillant Austria. Vor fünf Jahren habe die Branche sich das Ziel gesetzt, bis 2010 österreichweit jährlich rund 10.000 Wärmepumpen zu installieren: „Diesen Wert werden wir schon heuer mit rund 12.000 Stück übertreffen.“ Wohltuendes Detail: Zusätzliche öffentliche Förderungen der öffentlichen Hand will die BWP nach eigenem Bekunden nicht, „nur faire Rahmenbedingungen“, so Obmann Karl Ochsner. Konkret bedeutet das, eine österreichweit einheitliche Wärmepumpenförderung „mit CO2-reduzierenden Maßnahmen als Förderkriterium“. Über 2,3 Millionen Tonnen des Treibhausgases könne die Branche mit ihren Produkten reduzieren und damit einen maßgeblichen Beitrag zum Erreichen des österreichischen Kiotoziels leisten.
Auch das immer wieder genannte Problem durch Wärmepumpen steigenden Stromverbrauchs glauben die BWP-Funktionäre in den Griff bekommen zu können. Rund 3,6 Terawattstunden Strom ließen sich durch den flächendeckenden Einsatz von Energiesparlampen, das Verbot von Standby-Funktionen bei Elektrogeräten sowie durch effizientere Umwälzpumpen und Heißwasserspeicher einsparen. Das reiche locker, um den Strombedarf der zu installierenden Wärmepumpen auszugleichen, der sich je nach Szenario auf 1,1 bzw. 1,6 Terawattstunden pro Jahr beläuft.
Patay räumte allerdings ein, dass es sich dabei um eine „eher langfristige“ Angelegenheit handelt, weil niemand allein der Wärmepumpenindustrie zuliebe auf Energiesparlampen umsteigt und selbst ein Verbot normaler Glühbirnen nicht von heute auf morgen zu deren Austausch führt. Aber der BWP wolle ja auch nur „zeigen, in welche Richtung wir gehen müssen“.

Grundsätzliches Problem

Das derzeitige Grundproblem der Heizungsbranche beschrieb Ochsner gegenüber dem UMWELTSCHUTZ so: Im Moment versuchten alle, mit den Themen CO2 und Feinstaub zu punkten. Das Ergebnis seien verunsicherte Kunden, die sich weigerten, noch irgendwelche neuen Heizsysteme anzuschaffen. Er könne nur eines tun: „möglichst objektive Informationen anbieten und hoffen, dass das die anderen auch tun“.

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