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ABFALL DETAILS
ERA: Zufrieden mit erstem Jahr


Elektroaltgeräte-Tochter der ARA: rund 950 Kunden, Marktanteil etwa 30 Prozent - Etablierung als Partner für EAG-Behandlung in Zentral- und Osteuropa geplant

(Wien, 26.07.2006) Zufrieden mit dem ersten Geschäftsjahr ihres Unternehmens zeigen sich die Geschäftsführer der Elektro-Recycling Austria GmbH (ERA), Georg Dostal und Katja Lukitsch. Die ERA ist ein Tochterunternehmen der Altstoff Recycling Austria (ARA) und kümmert sich im Wettbewerb mit der European Recycling Plattform (ERP), der Intersero-Tochter EVA und dem Umweltforum Haushalte (UFH) um die ordnungsgemäße Behandlung von Elektroaltgeräten (EAG). Seit 13. August 2005 ist die diesbezügliche Verordnung in Kraft. Endkunden zahlen seither nichts mehr für die Behandlung der Elektroaltgeräte. Dafür wurden die neuen Geräte teurer, weil deren Hersteller die von ihnen zu tragenden Kosten für das neue System an ihre Kunden weitergeben.
Dostal zufolge bestanden anfangs zwei große Herausforderungen: erstens die Tarife realistisch und konkurrenzfähig zu kalkulieren, zweitens die Verträge mit den Sammelpartnern, insbesondere den Kommunen, sowie den Gewerbekunden rasch abzuschließen. Mittlerweile aber funktioniere alles bestens. Auch sei es gelungen, sozioökonomische Betriebe in das System einzubinden, die Langzeitarbeitslosen den Wiedereinstieg ins Erwerbsleben ermöglichen.
In der Anfangsphase seien verstärkt Kühl- und Bildschirmgeräte angeliefert worden, weniger solche Geräte seien „in der Landschaft gelandet“. Die höchsten Wachstumsraten erwartet sich Dostal aber bei den Kleingeräten, weil deren Aufkommen ständig zunimmt und immer neue Apparate für alle möglichen Lebensbereiche entwickelt werden.

Lob für die Partner

Lukitsch ergänzte, die ERA habe mittlerweile rund 950 Kunden und sammle etwa 30 Prozent der in Österreich anfallenden EAG. Der Markt werde aktiv bearbeitet, wobei sich die seitens der ARA bestehenden Partnerschaften mit Kommunen und Entsorgungsunternehmen bestens bewährten: „Dass es mit der EAG-Behandlung in Österreich keine nennenswerten Probleme gibt, ist sicherlich auch ein Verdienst unserer Partner.“ Rund 25.000 Übernahmen von EAG seien von der ERA und ihren Partnern bis Mai durchgeführt wurden. Zuweisungen von Abholungen durch die Elektroaltgeräte-Koordinierungsstelle (EAK) habe es nicht gegeben. Solche erfolgen, wenn an einer Sammelstelle EAG angeliefert werden, jedoch keine Vereinbarung über ihre Abholung und Weiterbehandlung besteht. Lukitsch: „Uns wurde bisher nichts zugewiesen, weil wir die mit uns vereinbarten Sammelmengen übertroffen haben.“

Europalösung

Bis Jahresende soll nun die sogenannte „Europalösung“ umgesetzt werden. Das heißt, die ERA will für ihre Kunden als zentraler Ansprechpartner für die Behandlung von EAG in Zentral- und Osteuropa zur Verfügung stehen. Die Verfahren zur Auswahl geeigneter Partner seien derzeit im Laufen.
Im Rumpfgeschäftsjahr 2005 erwirtschaftete die nicht gewinnorientierte ERA rund 3,5 Millionen Euro Umsatz. Weil die Sammelmengen mit rund 18.000 Tonnen (August bis Dezember 2005) höher waren als erwartet, wurden die Tarife in den meisten Sammelkategorien per 1. Jänner erstmals gesenkt, eine neuerliche Senkung gab es mit 1. Juli 2006.

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