
Klimaschutz
150 Mio. Euro für Klimaschutzprojekte
Der Klima- und Energiefonds unterstützt auch im Jahr 2011 Projekte mit Klimaschutz-Charakter.
Das Jahresprogramm 2011 des Klima- und Energiefonds umfasst eine erkleckliche Summe: 147,375 Mio. Euro stehen für Förderungen zur Verfügung. Präsentiert wurden Zahlen und Daten von den Eigentümervertretern – Verkehrsministerin Doris Bures und Umweltminister Niki Berlakovich – und den Geschäftsführern des Klimafonds, Theresia Vogel und Ingmar Höbarth.
Die drei Förderungsbereiche sind Forschung, Verkehr und Marktdurchdringung. Von den 147,375 Mio. Euro steuert das Lebensministeriums 75 Millionen bei und das BMVIT 72,375 Millionen. Seit der Gründung im Jahr 2007 hat der Klimafonds 69 Programme ausgeschrieben und rund 28.000 innovative Projekte gefördert.
"Zero Emission Austria"
Das Jahr 2011 steht unter dem Motto "Zero Emission Austria". Um dieser ambitionierten Vision gerecht zu werden, führt der Klimafonds erfolgreiche Förderprogramme auch heuer fort. Diese führen von der Technologieforschung im Programm "Neue Energien 2020" bis zur Anwendung und Austestung in der Praxis in den Klima- und Energie- sowie den E-Mobilitäts-Modellregionen. Herzstücke des Jahresprogramms bilden außerdem die Förderung von Photovoltaik ab April 2011, Solarthermie und Mustersanierungen.
Die ständige Weiterentwicklung und Ausweitung der Programme ist ein wichtiges Ziel des Klima- und Energiefonds und unterstreicht die Innovationskraft und Zukunftsorientierung. Besonders wegweisend ist das neue Programm "Smart Energy Demo – FIT for SET", das Leuchtturmprojekte für intelligente Städte und Energienetze mit europaweitem Vorbildcharakter unterstützt.
Um den Fonds noch transparenter zu machen, wird der Klimafonds Mitte des Jahres eine neue Datenbank mit allen bisher geförderten Projekten vorstellen, die erstmals alle relevanten Daten sowie eine Förderlandkarte enthält.
Programmlinie Forschung
Mit der 5. Ausschreibung des Programms "Neue Energien 2020" werden österreichische Spitzentechnologien gesichert und erweitert. Heuer liegt ein besonderer Schwerpunkt auf Energieeffizienz, von der Prozessoptimierung in KMUs, Landwirtschaft und Industrie bis hin zu energieeffizienten Produkten. Das "Austrian Climate Research Programme" zielt auf Forschung zu aktuellen Fragestellungen der Klima- und Klimafolgenforschung auf nationaler und internationaler Ebene ab.
Programmlinie Verkehr
Verkehr ist in Österreich für 26 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Die Förderung grüner Infrastrukturprogramme ist deshalb auch 2011 ein wesentlicher Bestandteil des Jahresprogrammes. Erfolgreiche Förderprogramme zur CO2-Reduktion im Personen- und Güterverkehr, Stärkung öffentlicher Verkehrsmittel, Forcierung des Radverkehrs und Intensivierung des Mobilitätsmanagements werden heuer vertieft und erweitert.
Einen besonderen Stellenwert nimmt die E-Mobilität ein. Auf Initiative des Klima- und Energiefonds entstanden bisher fünf "E-Mobilitäts-Modellregionen". 2011 sollen zwei weitere mit den Schwerpunkten Pendlerverkehr und Logistik folgen.
Programmlinie Marktdurchdringung
Die Photovoltaik, allgemein und gebäudeintegriert, ist auch heuer wieder ein Herzstück des Förderbereichs Marktdurchdringung und wird mit 35 Mio. Euro gefördert. Ein weiterer Schritt in Richtung Energieautarkie ist der neue Call für die "Klima- und Energiemodellregionen". 30 neue Modellregionen für 2010 wurden bereits Ende Dezember 2010 ausgewählt. Nun realisieren insgesamt 66 Regionen mit knapp 1,7 Millionen Einwohnern aus allen Bundesländern wegweisende Klimaschutzprojekte. Ziel ist es, in den Bereichen Strom und Wärme mindestens den Eigenbedarf zu decken. Jene 36 Modellregionen, die aus den Ausschreibungen 2009 hervorgegangen sind, werden heuer voll operativ werden.
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