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Abfall

Heftige Diskussion um Plastiksackerl-Verbot

Umweltschützer und Grüne fordern ein Verbot der Sackerl, Wirtschafts- und Arbeiterkammer sind dagegen.

Seit dem italienischen Plastiksackerlverbot vom 1.Jänner dieses Jahres ist auch in Österreich die Katze aus dem Sack: Es wird gestritten und diskutiert, ob hierzulande ein generelles Verbot der Sackerl eingeführt werden soll. Immerhin gibt der Handel jährlich rund 350 Millionen Kunststofftaschen an die Konsumenten aus. Diese machen allerdings nur 0,01 Prozent der gesamten Abfallmenge aus, die pro Jahr in Österreich anfällt.

Umweltschutzorganisationen und die Grünen wollen einen Bann der Sackerl. Die grüne Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou hat Umweltminister Nikolaus Berlakovich bereits zur Umsetzung eines österreichweiten Plastiksackerlverbots aufgefordert.

Gegen ein gesetzliches Verbot sprechen sich hingegen Arbeiter- und Wirtschafskammer (WKÖ) aus. Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung Umwelt- und Energiepolitik in der WKÖ, dazu: „Wir glauben, dass in Österreich nicht verschwenderisch mit Plastiksackerl umgegangen wird.“ Die Situation in Italien oder Frankreich sei eine ganz andere: Dort gebe es für jeden noch so kleinen Einkauf ein Sackerl.

„Sackerl, die bei uns an der Kassa gegen Bezahlung abgegeben werden, werden mehrfach verwendet und dann entweder stofflich verwertet oder thermisch genutzt.“  Das Problem des Littering sei in Österreich ziemlich moderat, und „man kann auch nicht alles verbieten, das im Wald weggeschmissen werden könnte“, verwahrt sich Schwarzer gegen eine Überregulierung. Die Wirtschaftskammer sei aber offen für Diskussionen in Richtung Sackerl aus biologisch abbaubarem Material.

Ein Pilotversuch mit der Ausgabe derartiger Sackerl in den Obst- und Gemüseabteilungen von Supermärkten läuft während der kommenden Monate. Die Erkenntnisse daraus könnten der Sackerl-Debatte einen neuen Dreh verleihen.

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  • Dienstag, 22. Feb. 2011

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